Pädagogisches Marketing – Social-Media-Manager, 1000 offene Stellen

social-mediaSuchen Sie einen Social-Media-Manager? Dann empfehle ich Ihnen bevor Sie etwas unternehmen, diesen Artikel. Denn Sie haben sich auf die Suche einer ganz besonderen Spezies gemacht, die es eigentlich so noch gar nicht gibt.

Zum ersten Male in der Geschichte eines Mediums entscheiden nicht Fachleute unter sich, wer ein Fachmann für dieses Medium ist oder nicht. Die Menge an Teilnehmern, die Crowd, das Volk, der dieser Fachmann gegenüber steht, die tut es und zwar gnadenlos.

Lassen Sie mich es erst einmal etwas überzeichnen. Eine ganze Menge Fachleute aus dem Marketingbereich bezeichnen sich schon fast als Experten, wenn sie denn einen Social Media Kurs belegt hatten und schon einmal eine Facebook Mitgliedschaft angemeldet haben. Hat er zudem auch schon einmal mit einem User einen Chat geteilt, wird er in den Hierarchien schnell als Guru gehandelt.

Fragt man aber die betreffende Community in den Medien Facebook und Co nach diesen Fachleuten, winken diese genervt ab. Nach neueren Recherchen reagieren die Zielgruppen bei Facebook oder auch anderen Netzwerken genau anders, als es sich die Marketingfachwelt nämlich wünscht.

Scheinbar lässt sich die Crowd nicht in Schemata pressen. Selbst gerichtete Anzeigen bei Facebook, also genau zugeschnitten auf die Zielgruppe und auch nur bei dieser Zielgruppe geschaltete, haben bei weitem nicht die Wirkung, die gewünscht wird.

In vielen Fällen wird dies als normale Irritation auf dem Weg zur Vervollkommnung als als Hürde bei der Entwicklung hingenommen und es wird still weiter getestet. Doch ein richtiger Erfolg stellt sich viel zu selten ein und selbst die guten Fachleute der interaktiven Medien-Nutzung können nicht genau sagen, warum nun die eine Kampagne Erfolg hatte und die andere nicht. Die Unsicherheit ist groß, aber wie bei jeder Pionierunternehmung werden die anfänglichen Stolpersteine in Kauf genommen.

Im Grunde ist es wie bei jedem anderen neuen Projekt. Nur des Umfanges wegen wird Dein bisheriger Projektmanager in Social-Media-Manager umbenannt und auf die Community losgelassen. Der holt sich dann ein paar IT-Spezialisten ins Haus, die Dank ihrer jugendlichen Internet-Affinität schon wissen müssen, wie das so in Facebook funktioniert. Tut es aber nicht, die Statistiken sprechen eine andere Sprache. Die wenigen positiven Beispiele müssen dann für die Presse und die Sammelbände der Fachleute herhalten. Versuchen dann andere Branchen oder Marken dieselben Strategien oder Konzepte anzuwenden, scheitern diese bzw. verhungern an zu wenig Fans.

Das Problem geht noch tiefer und hat Potential einige gewichtige Institute mit der Erforschung ganz neuer Phänomene im sozialen Verhalten von Massen zu beauftragen. Die Psychologie hat zwar die Phänomene der Massen erforscht, aber dass es auch ein soziales Massenverhalten gibt, scheint bisher noch nicht im Focus zu sein.

Soll der zukünftige Manager ein Psychologe mit Schwerpunkt Massenpsychologie sein oder ein Pädagoge der in diesen Massenphänomenen bewandert ist? Das wäre sicherlich von der anderen Seite des Gaules herunter zu fallen. Den die meisten Internetgurus und Nerds haben meistens kein Verständnis für das Branding. Alleine auf das Wort Marketing reagieren einige Pädagogen und sozialen Facebook Multiplikatoren mit Schnupfen.

Doch wenn das irgendwann mit dem Marketing auf den Plattformen klappen soll, müssen hier einige Skills zusammenkommen, die im normalen Leben tatsächlich wie Feuer und Wasser sind.

Benötigen Sie einen Social-Media-Manager, auf welche Skills sollten Sie dann achten? Bekommen Sie von Ihrem HR Manager oder externen Instituten und Beratern einen Vorschlag, können Sie darauf gehen, dass auch diese Ihnen Manager anbieten, die genau mit diesem Dilemma ankommen und Ihnen auf lange Sicht keine Freude machen werden.

Eines ist jedoch ganz sicher, die Qualifikation muss entwickelt werden. Eine Basis als Marketingfachmann kann da hilfreich sein, ist aber völlig unzureichend. Leider ist ja gerade der Marketingfachmann mit vorwiegend analytischen und produktorientierten Skills gesegnet. Die soziale und auch die emotionale oder sagen wir in diesem Falle die pädagogische Intelligenz fehlt überwiegend. Egal welches Einschätzungs-Profil Sie herannehmen ob ADIZE oder DISG oder andere, es sind nun mal Eigenschaften, die scheinbar diametral gegenüber liegen. Sagen wir es einmal so, ein Marketingfachmann wird in den meisten Fällen wenig pädagogische Eigenschaften mitbringen. An dieser Stelle wage ich einmal eine Empfehlung. Stellen Sie zuerst einen Pädagogen ein, der sich Ihre Belange anschaut und lassen Sie diesen eine Grundlage legen. Parallel schulen Sie Ihr Marketing-Personal in pädagogischen Skills.

Lässt man die selbst ernannten Fachleute für Sozial-Media-Managing einfach so weiter walten und schalten, wird es auch hier noch viel verbrannte Erde geben. Bis der neue Fachmann „Social Media Brand Pädagoge“ geboren wird ist es noch ein weiter Weg.

Als SilverCoaching helfen wir auf dem Weg in das neue Zeitalter und prüfen auch einen Marketingleiter auf Herz und pädagogischen Verstand. In einem 15 Minütigem Gespräch finden wir heraus ob Ihr Kandidat „sozial media“ taugliches Marketing  machen kann.

Matthias Kletzsch

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